Weisheiten
Für Freunde der buddhistischen Weisheiten haben wir hier einige Verse des "Dhammapadam" gesammelt, die Buddha selbst gesprochen haben soll; sie blieben im Pali-Kanon der Theravada-Buddhisten Südostasiens erhalten.
Viele gute Worte führt oft im Munde der schwache Mann - doch anders ist sein Handeln; dem Hirten geich, der fremde Rinder zählt, nicht teilhaft wird er selber der Gemeinschaft. Nicht was verkehrt an anderen ist, was sie getan, was sie versäumt - nein, das vielmehr betrachte man, was selbst getan man und versäumt. Der Tor, der seine Torheit kennt, der kann für weise gelten noch; der Tor, der sich für weise hält, der wird mit Recht ein Tor genannt. Wenn auch der Tor sein Leben lang des weisen Mannes Schüler ist, doch faßt er nicht die Lehre, wie der Löffel nicht die Brühe schmeckt. Der Kluge, wenn er eben erst des weisen Mannes Schüler ward, erfaßt die Lehre gleich, so wie die Zunge gleich die Brühe schmeckt. Wer immer ehrerbietig grüßt, den Greisen Ehre stets erweist, dem wachsen die vier Tugenden: Lebenskraft, Schönheit, Glück und Macht. Wer den in ihm erregten Zorn wie einen Wagen hemmt im Lauf, den nenne Wagenlenker ich, andere sind Zügelhalter nur. (Aus: Morgengabe buddhistischer Weisheit, Poseidon Press, Wien, ISBN 3-7049-1004-X)