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Guangzhou (Autor: Matthias)
Ankunft:
Meine zwei Freunde und ich sind am Freitag den 28.07.05 nach einem 12-stündigem
Flug (Frankfurt-Hongkong) um 6:30 in Hongkong angekommen. Von dort sind wir dann
sofort mit dem Bus nach Guangzhou (Kanton) gefahren! Das Wochenende über
haben wir uns die Stadt und einige Buddhistische Tempel angeschaut. Am Montag
sind wir dann endlich in das Sport-Zentrum Weilun in Guangzhou gefahren. Das Sport-Zentrum
bestand aus einem riesigen Komplex, in dem alle Sportarten vertreten waren, darunter
auch Wushu.
Training:
Wir trainierten von Montag bis Samstag in insgesamt 3 Trainingseinheiten pro Tag.
Die erste Trainingseinheit war in der Früh um 9:00 Uhr bis 11:30 Uhr
und bestand aus:
Konditionstraining, Dehnung, Sprünge und Formen.
Die zweite Trainingeinheit war am Nachmittag von 15:00 Uhr bis 17:30 Uhr und bestand
aus: größtenteils Konditionstraining (Laufen, Hüpfen, Springen…)
und Formen.
Die dritte Trainingseinheit war am Abend von 19:30 bis 21:00 Uhr
und bestand aus Akrobatik (Salto, freies Rad, flick-flack…) und freiem Training(d.h.
jeder konnte für sich seine Formen üben). Insgesamt trainierten wir
bis zu 6 Stunden am Tag.
Die starke Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit machte
mir am Anfang ziemlich zum Schaffen, doch nach ein bis zwei Wochen hat man sich
auch daran gut gewöhnt. Eins muss ich sagen, so viel wie in China habe ich
mein ganzes Leben noch nicht geschwitzt. Vor allem im Training, da läuft
das Wasser wie bei einem Wasserfall. Am schlimmsten waren die ersten Trainingstage.
Muskelkater bis zum Umfallen. Jede Treppenstufe war eine Qual und zu unserem Pech
war unser Zimmer im 8. Stock und der Aufzug war defekt. Irgendwie kann man jedoch
auch mit dem schlimmsten Muskelkater trainieren, da beim Training die Schmerzen
vom Muskelkater durch die Bewegung wesentlich besser werden. Trotz Muskelkater
war das Training einfach genial. Ich machte jeden Tag Fortschritte und das motivierte
mich. Unsere chinesischen Trainingspartner haben uns auch sehr nett aufgenommen
und haben uns viel beigebracht. In den 4 Wochen Training in China lernte ich von
meiner chinesischen Wushu-Lehrerin eine Faustform (Changquan) und eine Schwertform.
Nach den 4 Wochen habe ich sehr große Fortschritte gemacht und viel dazu
gelernt.
Essen:
Das Essen war in China einfach super. Es ist sehr vielseitig
und man kann sich von Jedem etwas nehmen. In den Restaurants geht es richtig zur
Sache. Der Lärmpegel ist in den chinesischen Restaurants mindestens 10-mal
höher wie bei uns und dass liegt daran das beim Essen immer sehr laut geredet
und viel gelacht wird. Außerdem bin ich in China zu einem richtigen Teeliebhaber
geworden! Ich hab mir daher ein schönes chinesisches Teebrett vielen Teesorten
gekauft. Meine schlimmste Erfahrung beim Essen war in China der "Stinke Tofu",
wegen dem ich mich beinahe übergeben hätte müssen. Der schmeckt
nämlich genau so wie er riecht.
Sprache:
Normalerweise wird in Guangzhou überwiegend Kantonesisch
gesprochen, doch meine chinesischen Trainingspartner konnten alle auch Mandarin
sprechen. Somit konnte ich mich mit ihnen gut unterhalten und habe auch mein Chinesisch
verbessern können.
Ende:
Die letzte Woche von den insgesamt 5 Wochen haben wir uns dann
noch Hongkong angeschaut. Hongkong ist zwar eine schöne Stadt, aber es ist
dort alles sehr teuer und auf den Straßen ist sehr viel los.
Schlusswort:
Dies war meine erste China-Reise und durch sie ist mein schönster
Traum wahr geworden. Diese Reise war für mich ein wunderschönes Erlebnis
und ich habe dort einiges über die Menschen kennengelernt.