Zweiundsiebzigstens


Die Kunst, zu schwimmen

In der Schwimmfähigkeit gibt es folgende acht Arten: Treten, Widerstehen, Stampfen, Schwimmen, Tauchen, Sinken, Sitzen und Untertauchen. Darin eingeschlossen sind das Wassertreten mit den Füßen, während der Oberkörper die Schultern schräg hält, um den Wasserwellen zu widerstehen; dann das Heraufeben des Qi, um das Wasser mit den Händen zu schieben; die Fußbewegung der goldene Kröte, um so schnell wie der Wind auf dem Wasser zu schwimmen; Unterwasserschwimmen vorwärts; das Wasser mit den Händen schieben, während man sein Qi unten hält, um ruhig auf dem Wasser zu sitzen und letzlich unter Wasser zu tauchen wie ein Drache, der seine Feinde bekämpft.

Kurze Einleitung. 1. Schwimmkunst, die auch "Wellentauchkunst" , "Acht-Schritte-Kunst" und "Kunst, unter Wasser zu tauchen" genannt wird, ist eine der harten und intern-starken Künste in den zweiundsiebzig vollendeten Fähigkeiten von internem und externem Gongfu, die der Shaolin Tempel zu seinen Geheimnissen erklärt hat. Dieses ist eine spezifische Übung der Fähigkeit, sich an der Oberfläche des Wassers zu halten. 2. Im Shaolin Tempel erklärte der Meistermönch Tong-Chan (dies ist der Spitzname von Zhu Dechou,eigentlich ein Mitglied der kaiserlichen Familie in der Ming Dynastie, der diesen Namen annahm, nachdem er ein Mönch wurde) einmal seinen Schülern das Folgende: „Ich lernte einen Mann kennen, der aus der Stadt Luoyang kam; sein Name war Wu Sang-Rau. Er war ein ausgezeichneter Boxer der Nordschule. Er sah sehr stark aus und wollte immer seine Fähigkeiten in der Öffentlichkeit zeigen. Er war im Weitsprung besonders geübt und konnte sicher auf eine Wand von drei oder fünf Metern Höhe so schnell wie ein Adler springen, wenn er seine Fähigkeiten einsetzte. Er bat einen Mann, mitten in einer Halle zu stehen. Wenn der Mann sich zur vorderen Tür drehte, sprang Wu Sang-Rau sofort über ihn und stand vor der vorderen Tür, von Angesicht zu Angesicht. Wenn der Mann sich drehte, um sich der hinteren Tür gegenüberzustellen, konnte Wu Sang-Rau wieder quer durch die Halle springen und sofort vor der hinteren Tür stehen, dem Gegner von Angesicht zu Angesicht. Er war in der Lage, dies sieben oder achtmal nacheinander zu tun. Tatsächlich konnte man ihn als geübten Akrobaten und Kämpfer bezeichnen. Eines Tages trank er Wein mit seinem Freund am Flussufer. Nachdem sie getrunken hatten standen sie auf und unterhielten sich. Sein Freund bat ihn: „Kannst du einmal zum gegenüberliegenden Ufer springen?" Wu sprang sofort über den Fluss. Sein Freund bat ihn, zurückzukehren. Wu sprang sofort zurück. Sobald seine Füße auf das Ufer trafen, stürzte das Flussufer ein und er fiel in das Wasser. Er wurde in einen Strudel gezogen. Da er kein guter Schwimmer war, war er nicht imstande, aus dem Wasser heraus zum Uferrand zu springen, obwohl er bis zu einem Meter hoch über die Oberfläche der schwankenden Wellen gesprungen und gesprungen war. Infolgedessen ist er kurz darauf völlig erschöpft ertrunken. Wenn er "in der Schwimmfähigkeit" geübt gewesen wäre, würde er nicht ertrunken sein. Es ist folglich klar, dass es ziemlich notwendig ist, schwimmen zu können.“

3. Schlüssel zur Übung: Der Shaolin Meister sagt, dass "Die Fähigkeit zu Schwimmen" heutzutage mit zu unserem täglichen Leben gehört. Nicht nur der Shaolin Boxer soll sich diese Fähigkeit erarbeiten, sondern auch eine gewöhnliche Person muss sie üben. Falls man mit einem Boot reist und in einen Sturm kommt, kan man der Gefahr zu ertrinken entgehen, wenn man schwimmen kann. Es ist für diejenigen Boxer, die ein Vagabundenleben leben, unverzichtbar schwimmen zu lernen.