Viertens

Die Kunst der eisernen Arme

Zu Beginn schlägt man mit seinen Armen mehrere Male am Tag leicht gegen eine Haussäule. Danach fängt man an, stärker mit seinen Armen gegen diese zu schlagen. Die Arme werden hart. Dann schlägt man anstatt gegen eine Haussäule gegen einen Baumstamm. Wenn seine Oberfläche sehr rau sein sollte, wird dies schmerzhaft sein und die Arme werden anschwellen. Nach einem Jahr kann man anstatt eines Baumstammes einen Stein zum Üben benutzen. Man sollte am Anfang mit seinen Armen gegen einen flachen und glatten Stein schlagen, anschließend einen rauen Stein verwenden. Wenn man gegen einen Stein schlagen kann und dieser zerbricht, hat man das Ziel erreicht. Die Arme sind nun so fest wie Eisen und Stein. Wenn man nun einen Gegner mit seinen Armen schlägt, wird man die Sehnen und Knochen des Gegners zerbrechen. Wenn der Gegner einen Säbel oder einen Stock trägt, wird man diesen sogar ebenfalls zerbrechen können. Selbst wenn man mit bloßen Händen kämpft, wird man den Kampf einfach gewinnen.

Kurze Einleitung

1. Die Kunst der eisernen Arme ist eine der harten und äußerlich starken Künste in den zweiundsiebzig vollendeten Fertigkeiten des inneren und äußeren Gong Fu, die der Shaolin-Tempel geheim übernommen hat. Sie gehört zu den Techniken des Yang Gang. Diese ist eine spezifische Übung der Arme.
2. Der Shaolin Meister sagt: Die eigenen Arme sind Türen und Tore des eigenen Körpers. Man sollte sie schließen und sie nicht offen lassen. Wenn sie offen sind, wird man seinen Kampfwillen vergessen und man wird durch das Stoßen der Fäuste oder der Handflächen des Gegners ergriffen. Es wird dann ziemlich schwer sein, sich selbst zu schützen. Man muss daher seine Lebensenergie in die Arme lenken. Während die Arme hochgehoben werden, wird die Lebensenergie diesen natürlich folgen. Wenn man die Arme dann wieder herunternimmt, wird die Lebensenergie ebenfalls natürlich folgen. Während man die Arme öffnet, sollte man seinen Körper mit diesen drehen. Lasse sie nicht allein. Ein Wushu-Sprichwort lautet: "Die Bewegungen der Arme müssen mit dem Willen und der Lebensenergie verbunden sein". "Drehe die Hüfte, breite die Schultern aus und beuge deine Arme". Diese Aussagen zeigen die große Wichtigkeit der Armbewegungen im Shaolin Wushu.
3. Beim Shaolin Boxen kann man sehen, dass die Boxer gewöhnlich den Radius und die Ellen ihrer Arme benutzen, um jemanden anzugreifen oder sich zu verteidigen, zum Beispiel um einen Arm von innen nach außen abzuwehren, um einen Arm nach vorne zu drücken, um einen Arm von oben nach unten zu drücken, um einen Arm von unten nach oben abzublocken usw. Die Übung, sich gegenseitig anzugreifen und zu verteidigen, wird Qiang Shou (die Hände hetzen zur Kontrolle) genannt. Die Regel des Qiang Shou ist folgende: Der eine wehrt ab, der andere greift; der eine greift, der andere verteidigt; der eine verteidigt, der andere zerrt; der eine zerrt, der andere trennt sich; der eine trennt sich, der andere schließt sich an; der eine schließt sich an, der andere ändert um; der eine ändert um, der andere stellt sich hin; der eine stellt sich hin, der andere macht es durch; der eine macht es durch, der andere zieht sich zurück; nachdem man die Hände zurückgezogen hat, dreht man sich zur Abwehr. Immer und immer wieder, während das Üben der unendlich vielen Veränderungen des Qiang Shou stattfindet. Im Shaolin Wushu benötigen die Arme eine krumme Haltung, ungeachtet der Verteidigung oder des Angriffes. Dabei bleibt ein ausreichender Platz zum Durchführen von Techniken und zudem wird eine Vielzahl von verschiedenen Handtechniken begünstigt.
4. Beim Üben der eisernen Arme gibt es besonders wichtige Bereiche des Körpers: sie umfassen die hinteren Schultern (Deltamuskel,? ), die Oberarme (Bizeps und Trizeps), die Vorderarme (Handgelenksbeuger, Handflächenmuskel, Handgelenksstrecker, usw.), die Ellenbogen (Ellenbogenmuskel) und die Handgelenke (?). Nach dem Üben der Kunst der eisernen Arme, werden die Arme stärker und größer sein und die Muskeln voll ausgeprägt; das Skelett wird kräftig sein; die Bänder werden flexibel, stark und angespannt sein. Die Beherrschung der Kunst der eisernen Arme wird die Anpassungsfähigkeit an verschiedene Umstände stärken. Zur gleichen Zeit wird man allmählich wissen, dass die Stärke der Armmuskeln notwendig zum Widerstand ist. Durch das Üben der Kunst der eisernen Arme kann man die explosive Kraft seiner Arme stärken, um seine Arme hart, angespannt und flexibel zu machen, und es ermöglicht einem, sich geschickt mit verschiedenen Fällen zu beschäftigen. Dies bedeutet, dass man allmählich die Norm des Shaolin Wushu im Falle von Kämpfen erreichen kann, nachdem man die Leistung der "Beherrschung der Lebensenergie durch innerliches Training und Stärkung der Gesundheit durch äußerliches Üben" erzielt hat. Und das Ziel des Erfolges wird erreicht sein, sobald man mit seinen Armen gegen einen Eisenpfeiler schlagen kann und dieser sofort zerbricht. Im Kampf werden die Arme eine mächtige Rolle beim Angreifen und Verteidigen spielen.
5. Schlüssel zur Übung: Der Shaolin Meister sagt, dass dieses Gong Fu nicht nur einfach und effektiv zum Üben ist, sondern zudem auch leicht zu erlernen ist. Während des Trainings im ersten Jahr wird man ein erstes Ergebnis erzielen. Wenn man diese Kunst weiter trainiert, wird man den erfolgreichen Abschluss der Kunst der eisernen Arme erreichen.